Blickpunkt Kostbar

HAUBENKOCH CHRISTOPH STIGLITZ ÜBER TEAMWORK, UNKOMPLIZIERTES ESSEN UND LEIBSPEISEN.

Christoph Stiglitz ist Haubenkoch und weiß aus Erfahrung, worauf es in einer modernen Küche ankommt. „Dazu gehören ein eingeschweißtes Team genauso wie die Technik mit Topgeräten, Induktionsplatten, Öfen und Kühlungen“, lautet sein Rezept. Für einen reibungslosen Ablauf in der Küche verlässt sich der 35-Jährige gerne auf die Expertise von KxT. Gemeinsam haben sie bereits zwei Betriebe ausgestattet, die mit moderner Funktionalität überzeugen: „Durch unsere Zusammenarbeit ist uns etwas Besonderes gelungen“, freut er sich. Doch nun der Reihe nach: Wie kam der heutige Spitzenkoch eigentlich zu seinem Beruf? Er stammt nämlich aus keiner klassischen Gastronomiefamilie. Die Kochkünste von Oma Stiglitz, die waren allerdings legendär! Und diese ersten kulinarischen Eindrücke haben ihn nachhaltig geprägt: „Zuhause hat es immer so gut geschmeckt. Meine Oma ist sicher ein Grund, weswegen ich Koch geworden bin“, erinnert sich Christoph. Er ist heute mehrfach preisgekrönt und aktuell Küchenchef im Luxury Resort Villa Eden in Gardone Riviera am Gardasee. Er kochte bereits in renommierten Häusern in Ischgl, Lech, Salzburg und London sowie auf dem exklusiven Kreuzfahrtschiff Seabourn Legend, das aus Filmen wie Speed 2 bekannt ist. Außerdem war Christoph noch fünf Jahre lang bei Do & Co als Sous Chef bei der Formel 1 tätig. Im Laufe seiner beachtlichen Karriere durfte der gebürtige Eisenstädter also Gäste aus aller Welt bekochen. Begeistern konnte er sie aber allesamt mit ein und demselben Ansatz: „Mit unkompliziertem Essen“, sagt er prompt, „der Gast soll verstehen, was am Teller präsentiert wird.“ Wie Omas Küche, punkten Christophs Gerichte mit geschmackvoller Einfachheit, die gänzlich ohne übertriebene Raffinesse auskommt. Er schätzt den persönlichen Kontakt zu seinen Gästen sehr: „Sie erzählen mir von ihren Lieblingsgerichten. Da greif ich gerne ihre Ideen auf und überrasche sie damit“, verrät der Haubenkoch. Er gibt seinen Gästen gerne das Gefühl, ihnen zuzuhören und begeistert sie mit liebevoller, fast familiärer Aufmerksamkeit. Dabei setzt er auf Regionalität und Altbekanntes, wie dem vertrauten Geschmack einer Leibspeise aus der Kindheit. Diese genießt man am besten im richtigen Ambiente in voller Gemütlichkeit: „Denn wenn man schnell und gehetzt in ein Restaurant geht, wird man nie ein ausgezeichnetes Essen erfahren“, empfiehlt der Spitzenkoch. Schließlich bedeutet auch Entschleunigung Genuss.

4. September 2018